Beginn
Mi., 02.12.2026,
18:30 - 20:30 Uhr
"Sichtweisen" - die neue Reihe der VHS Hilden-Haan und der Evangelischen Erwachsenenbildung Hilden: Zwei Fachmenschen skizzieren in einem kurzen Input ihre Perspektive auf das Thema des Abends. Zwei Blickwinkel, zwei Sichtweisen. Eher einander ergänzend als widersprechend.
Erste Perspektive: Manuel Wagner arbeitet innerhalb der (jungen)Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft zu gerechter Bodenpolitik, Zugang zu Land und der Verbindung von Stadt-Land-Bewegungen.
Sein Statemment: "Boden ist die Grundlage, ohne Boden kein (menschliches) Leben. Wer über Boden verfügt, hat Macht. Doch darüber wem Boden gehört, wissen nur wenige Bescheid. Der Ausverkauf schreitet voran, Boden wird immer mehr Spekulationsobjekt, Kauf- & Pachtpreise werden unbezahlbar für lokale Bäuer*innen. Doch gerade sie erhalten fruchtbaren Boden und schließen ökologische und soziale Kreisläufe. Sie denken und handeln in Generationen, statt kurzfristig und nach maximalem Ertrag orientiert. Damit widersetzen sich Bäuer*innen tagtäglich auch einer durchkapitalisierten Agrarindustrie, die Boden nur noch nach Zahlen bemisst und in kurzfristigen, jährlichen Renditen denkt."
Zweite Perspektive: Manuel Blendin ist Erwachsenenbildner und arbeitet seit Anfang 2026 bei der Stiftung trias im Bereich Bildung und Kommunikation. Beruflich und privat beschäftigt er sich seit langem mit sozial-ökologischer Transformation in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen.
Sein Statement: "Grund und Boden ist eine endliche Ressource und Lebensgrundlage für Mensch und Natur. Deswegen müssen wir uns dafür einsetzen, dass Boden als Gemeingut behandelt wird. Die Stiftung trias entzieht Grundstücke der Spekulation und vergibt diese im Erbbaurecht an Wohnprojekte. Gemeinschaftliche und genossenschaftliche Wohnformen stärken sozialen Zusammenhalt, demokratische Selbstorganisation und benötigen in der Regel weniger Fläche als viele andere Wohnformen."
Nach den Statements der Fachmenschen öffnet sich der Raum für die gemeinsame Erkundung des Themas in Form eines World-Cafés: Fragen und Gedanken, Ideen und Perspektiven. Im Gespräch mit den Referent*innen und den Moderator*innen. Am Ende ein gemeinsamer Abschluss: Wie stellt sich das Thema jetzt dar? Welche neuen Perspektiven sind sichtbar geworden? Was hat vielleicht auch überrascht?