Beginn
Mo., 28.09.2026,
18:30 - 20:00 Uhr
Gebühr
8,00 € (Kasse vor Ort, wegen begrenzter Platzzahl dennoch bitte anmelden!)
Die politische Landschaft Südamerikas ist von wachsender Unbeständigkeit und Polarisierung geprägt: Vielerorts verschieben sich die Kräfteverhältnisse spürbar – in Bolivien löst eine zentristische Kraft das jahrzehntelang regierende linke Lager ab, in Chile gewinnt die Rechte die Oberhand, und in Argentinien verfolgt die Regierung Milei einen radikalen marktliberalen Umbau von Staat und Wirtschaft. Getragen wird dieser Wandel vielerorts von wachsender Enttäuschung über etablierte Parteien und Institutionen, die soziale Sicherheit und Schutz vor Kriminalität nicht gewährleisten konnten. Zugleich erfassen Ungleichheit, Migration und politische Polarisierung viele Länder gleichzeitig, und der rohstoffreiche Kontinent rückt verstärkt in den Fokus globaler Mächte – sodass lokale soziale Konflikte und weltpolitische Interessen unmittelbar aufeinandertreffen.